STEFAN WENINGER
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"I am the Universe" meint soviel wie: So wie ich gerade bin, so wie meine Umgebung gerade ist - Das ist mein Universum. Das ist meine Reibfläche. Das ist meine Verankerung, meine Verbindung mit der Welt. Das Hier und Jetzt wahrnehmen.

"I am the Universe" meint soviel wie, sich die Freiheit nehmen, das zu sehen, was wirklich ist. Es geht um den Flüchtigen Moment des Augenblickes im Jetzt. Um die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung des Jetztes. Das wahrzunehmen, was einen selbst ausmacht. Was seine Umgebung ausmacht.









I am the universe #9, Stefan Weninger


"Im Sandornbusch " C-Print, 30.5 x 30.5cm, 2015, "Am Pool" C-Print, 30.5 x 30.5cm, 2015




I am the universe #9, Stefan Weninger


"In der Auenlandschaft" Dia, 2015




I am the universe #9, Stefan Weninger


Ausstellung "Bona Fide", Galerie der Kunstschaffenden OÖ, 2016
"Am Pool", "Im Sandornbusch ", "In der Auenlandschaft" (Herlango Dia & Bildbetrachter)



Auszug aus der Eröffnungsrede von Christa Stummer (Religionspädagogin):

Vielfach wird reflektiert und kritisch hinterfragt, was durch Religion gelehrt wird. Mit einem ironischen Augenzwinkern tut dies Stefan Weninger. Ein kleines, nicht-menschliches Wesen behauptet: „I am the universe“. Seit Jahrhunderten werden in Theologie und Philosophie Überlegungen zum Begriff Gottes angestellt. An seiner Existenz oder Nicht-Existenz hängt auch vieles, nicht zuletzt unser eigener Stellenwert im Universum. Noch immer hegen wir die Hoffnung, in diesem rätselhaften Weltall etwas Besonderes und Einmaliges zu sein: die Krone der Schöpfung eben. Doch wird dies angesichts der unfassbaren Weite des Universums zunehmend fraglich. Und dann schickt uns Stefan Weninger auch noch so ein seltsames wie vorlautes Wesen, das behauptet, es sei das Universum. In welcher Weise dies zu verstehen ist, ob bspw. als Schöpfer, mächtiger Drahtzieher oder Kontrahent zum Menschen, bleibt offen. Die Figur scheint aber jedenfalls unsere metaphysischen Hoffnungen zu zerschlagen und die teils hoch komplexen Gedankenspiele zu persiflieren. Dennoch: Welchen Stellenwert hat der Mensch inmitten des Kosmos? In Zusammenhang damit lässt sich auf ein Zitat von Immanuel Kant verweisen. An einer Stelle in der Kritik der praktischen Vernunft heißt es: „Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir (…) Der erstere Anblick (…) vernichtet meine Wichtigkeit (…). Der zweite erhebt dagegen meinen Wert, (…).“ Also mit einem Blick „nach oben“ ins Universum, auf den bestirnten Himmel, erscheint unser menschliches Leben nichtig und unbedeutend wie ein Staubkorn. Mit einem Blick „nach innen“, auf das Vermögen des Menschen vernünftig zu denken und in Freiheit zu handeln, tritt eine Größe zutage, die mit Mitteln der Naturwissenschaft allein nicht erklärbar ist. Aus dieser Spannung heraus leben wir - noch heute.